1. Spurführungssysteme

Manuelle Spurführung mit Anzeige (GPS-Lenkhilfe)

GPS-Lenkhilfen zeigen dem Fahrer die Abweichung von der gewünschten Spur über Lichtbalken, Leuchtdioden oder über eine Anzeige in Zentimeter an. Der Fahrer muss wie beim herkömmlichen Fahren die Lenkbewegungen ausführen und das Fahrzeug auf die gewünschte Spur lenken, allerdings wird das Anschlussfahren zur bearbeiteten Fläche erheblich erleichtert. Der Haupteinsatzbereich dieser „einfachen“ GPS-Lenkhilfen liegt in der Pflanzenschutzapplikation, der Düngerausbringung und der Bodenbearbeitung.

Besteht aus:

  • Bedienterminal für die Visualisierung von Spuren und Befahrungen
  • GPS-Empfänger für die Positionierung in verschiedenen Genauigkeitsstufen von unkorrigiert +-5 m bis zu RTK (2-2,5 cm)
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GPS-Lenkassistent

Sogenannte GPS-Lenkassistenten stellen den Übergang zwischen GPS-Lenkhilfe und automatischen GPS-Lenksystemen dar. Ein GPS-Lenkassistent übernimmt die Lenkung der Maschine, indem ein elektrischer Motor am Lenkrad bzw. direkt an der Lenkspindel die Lenkbewegung auslöst. Der Vorteil eines GPS-Lenkassistenten liegt darin, dass er relativ leicht von einem Fahrzeug auf ein anderes montiert werden kann, unabhängig vom Hersteller und Fahrzeugtyp.

Besteht aus:

  • Bedienterminal für die Visualisierung von Spuren und Befahrungen
  • Navigations-Controller
  • GPS-Empfänger für die Positionierung in verschiedenen Genauigkeitsstufen von 30 cm bis zu RTK (2-2,5 cm)
  • Optional RTK-Mobilfunkmodem für Empfang von RTK-Korrekturen
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Automatische Spurführungssysteme

Mit automatischen Lenksystemen werden Ihre Maschinen optimal in Fahrspuren über das Feld gesteuert. Durch die automatische Spurführungssysteme erreichen Sie eine bedeutend höhere Präzision als mit manuellem Lenken allein. Für die Einbindung der Lösung auf Ihren landtechnischen Maschinen wird ein Lenksystem bestehend aus einem Bildschirm, einem Navigations-Controller, einem GPS-Empfänger sowie eine hydraulische oder elektrische Steuereinheit für die Anbindung der Systeme an die Lenkmechanik Ihres Fahrzeugs benötigt.

Automatische GPS-Lenksysteme werden direkt vom Hersteller im Fahrzeug installiert oder können nachträglich auf Fahrzeuge installiert werden. Bei einem GPS-Lenkautomaten erfolgt der Eingriff zur Fahrzeugsteuerung in die Lenkhydraulik. Radwinkelsensoren und Neigungssensoren unterstützen die Genauigkeit eines GPS-Lenkautomaten, indem sie zusätzliche Informationen zur Spurführung liefern. Automatische GPS-Lenksysteme können auch nachträglich installiert werden. Dabei erfolgt bei einem GPS-Lenkautomaten der Eingriff zur Fahrzeugsteuerung in die vom Werk installierten Lenksteuergeräte (CAN Autopilot), Lenkhydraulik (Autopilot Hybrid) oder nachträglich eingebaute elektrohydraulische Komponenten (Full Autopilot) für nicht vorgerüstete Fahrzeuge. Fahrzeughersteller und Fahrzeugtyp unabhängig.

Besteht aus:

  • Bedienterminal für die Visualisierung von Spuren und Befahrungen
  • Navigations-Controller
  • Hydraulische Steuereinheit (bei nachträglicher Installation)
  • GPS-Empfänger für die Positionierung in verschiedenen Genauigkeitsstufen von 30 cm bis zu RTK (2-2,5 cm)
  • Optional RTK-Mobilfunkmodem für Empfang von RTK-Korrekturen
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2. Korrektursignale

Mit GPS-Signalfehlern werden die Abweichungen von der tatsächlichen Laufzeit zur theoretischen Laufzeit des Signals vom Satelliten zum Empfänger bezeichnet. Die Fehlerquellen, wie Mehrwegeffekt, Reflexionen an Gebäuden, Uhrzeitfehler, atmosphärische Störungen und leichte Abweichungen der Satellitenumlaufbahn bewirken einen unterschiedlichen Einfluss auf die Laufzeit.

Um die GPS-Signalfehler zu kompensieren, sind Korrekturdienste notwendig. Die Positionsermittlung mit Korrekturdienst wird als differentielles GPS, das DGPS bezeichnet. Eine Korrekturstation, die sich auf einem vermessenen Punkt befindet, berechnet die Fehler bzw. Abweichungen bei der Entfernungsmessung zu den einzelnen Satelliten bzw. Abänderungen der Trägerphase. Diese Korrekturinformationen werden dann zu den mobilen DGPS-Empfängern auf den Maschinen übermittelt. Es gibt allerdings unterschiedliche Korrekturdienste, die sich in den Kosten und der erreichbaren Genauigkeit unterscheiden.

Egnos

Egnos ist ein kostenloses, satellitenbasiertes Korrektursignal mit 30 cm Abweichung Spur-zu-Spur und bis zu einem Meter. Es garantiert absolute Genauigkeit.

Rangepoint RTX, Centerpoint RTX, PLM1, PLM2

Rangepoint RTX, Centerpoint RTX, PLM1, PLM2 sind kostenpflichtige, satellitenbasierte Korrektursignale mit mittlerer Genauigkeit.

Real-Time Kinematik (RTK)

Real-Time Kinematik (RTK) GPS-Systemen stehen eine eigene Referenzstation zur Verfügung. Mit RTK-DGPS-Systemen ist die absolute Positionsbestimmung im fahrenden Einsatz mit Fehlern im Bereich weniger Zentimeter möglich.

RTK Netzwerk

Die NEWTEC Gruppe ist mit eigenen RTK-Stationen am CNH RTK VRS Netzwerk beteiligt. Dieses europaweite, cloud-basierte Netzwerk ist einzigartig, beinhaltet über 1350 Stationen und bietet einen präzisen, ausfallsicheren Korrekturdaten-Dienst.

xFILL

xFill ermöglicht die Überbrückung von RTK-Korrektursignalen bis zu 20 Minuten bei Ausfall der Mobilfunkverbindung. Zusätzliche Einsatzsicherheit ohne weiteren Kosten. Wichtig: Überbrückt keine Satelliten.

3. Anbaugeräte-Steuerung

Die steigenden Arbeitsbreiten und höheren Fahrgeschwindigkeiten erschweren dem Fahrer das positionsgenaue Ein- und Ausschalten der Maschinen. Um dies weiterhin präzise auszuführen, bieten wir Ihnen eine Reihe an Systemen zur Maschinensteuerung an.

ISOBUS und Universal Terminal (UT)

Durch den ISOBUS-Standard ist es möglich, eine genormte Verbindung zwischen Schlepper und Anbaugerät herzustellen. Mit der ISOBUS-Technologie kann man über einen genormten Stecker und ein gemeinsames ISOBUS-Terminal mehrere Anbaugeräte steuern und bedienen. Für den Landwirt bedeutet das: Ersparnis durch den Wegfall verschiedener Terminals der Anbaugerätehersteller.

Das universelle Terminal dient zur Darstellung der Benutzeroberfläche verschiedener Anbaugeräte auf dem Schlepper. Über diese Benutzeroberfläche können alle Geräteeinstellungen vorgenommen werden.

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Zwei-Display-Lösung

Der Fahrer bekommt während der Arbeit viele Informationen, die Einstellmöglichkeiten der Maschinen werden immer umfangreicher. Um alles übersichtlicher zu machen, bieten wir eine Zwei-Display-Lösung: ein New Holland Traktor mit dem zweiten IntelliView IV Monitor oder XCN1050. Die Motordaten, Einstellungen der hydraulischen Steuergeräte, Universal Terminal, Lenksystem, Task Controller und Applikationskarten sowie Rückfahrkamera können auf Wunsch auf zwei Monitore aufgeteilt werden. Die Kommunikation kann auch in Verbindung mit einem weiteren Terminal erfolgen, zum Beispiel einem ISOBUS-fähigen Schlepperterminal anderer Hersteller.

Task Controller

Mit der automatischen Teilbreitenschaltung werden an Feldrändern, in Keilen oder beim Umfahren von Hindernissen Überlappungen und Fehlstellen vermieden. Dies reduziert das Risiko von Lagerstellen und ungleichmäßig abgereiften Beständen. Durch die automatische Mengensteuerung kann die Saatgutmenge während der Überfahrt je nach Bodenart und Relief angepasst werden, um immer die optimale Aussaatstärke auszubringen.

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Mit dem führenden XCN1050 Monitor sind Sie in der Lage, max. 255 Teilbreiten zu steuern und bis zu 4 Produkte gleichzeitig nach Applikationskarten standortbezogen auszubringen.

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Der bewährte IntelliView IV Monitor bietet die Steuerung von 48 Teilbreiten und bis zu 7 Produkte nach Applikationskarten gleichzeitig.

4. Sensortechnik AGXTEND™

AGXTEND™ hat sich als erste Marke in der Agrarindustrie auf neuartige Precision-Farming- und ISOBUS-Anwendungen spezialisiert. Kunden wird damit ein umfassender Zugang zu einer Vielzahl bahnbrechender und dynamischer Precision-Farming-Lösungen ermöglicht. Dank strategischer Partnerschaften mit besonders innovativen Unternehmen ist AGXTEND™ in der Lage, die Markteinführungszeit neuer Produkte zu verkürzen und eine breite Verfügbarkeit zu garantieren.

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NIRXACT

Nahinfrarot-Sensor für Erntegut und Gülle

CROPXPLORER

Sensor für intelligentes Bestandesmanagement

XLAB

Die Zukunft der Bodenanalyse

5. Standortspezifische Bewirtschaftung

Die für den Pflanzenbau wesentlichen Merkmale eines Schlages sind häufig sehr unterschiedlich und variieren je nach Relief und Bodenart. Aus diesem Grund kann es zu Unterschieden in der Wasserversorgung, der Nährstoffverfügbarkeit und in der Auswaschungsgefährdung von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln kommen. Diese sorgen unweigerlich für eine Über- bzw. Unterversorgung der Bestände.

Durch bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Technik und Pflanzenbau der AGRAVIS werden Produkte und Dienstleitungen entwickelt, die für die aktuellen Herausforderungen landwirtschaftlicher Betriebe Lösungen bieten. Die NetFarming-Module der AGRAVIS Digital schaffen hierbei einen smarten Einstieg in die teilflächenspezifische Bewirtschaftung.

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